Juli 15, 2005 8:00

Abklemmen

Jawoll, es ist endlich wieder so weit: Schmutzfink Ulrich Meyer hat sich wieder einmal in seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als öffentlicher Toiletten-Wischer verdient gemacht - Diesmal im Europäischen Parlament in Brüssel. Da Herr Meyer ja ein investigativ wischender "Journalist" ist und sich zudem auch große Sorgen darüber macht, auf welche Art Schmutz sich der allerwerteste Po(litiker) da setzen muß, haben Meyer und seine Putzkolonne den Dreck im Labor analysieren lassen..
..Und haben Erstaunliches herausgefunden! Anscheinend sollten die Abgeordneten auf dem Abort mit Drogen vergiftet werden, Spürhund Meyer hat wieder Koks erschnüffelt.
Nun könnte man dem für diesen Schund verantwortlichen Meyer vorwerfen, das Sat.1-Magazin "Akte" nach fast 5 Jahren und ein paar Hundert Sendungen nicht ein Stück weiter entwickelt zu haben und immer noch mit belanglosen Boulevard-Themen auf Quotenfang zu gehen.. Aber das wäre absolut ungerechtfertigt, denn Sat.1 hat ja schließlich eine unheimlich große Offensive gestartet, um mehr Politik ins Programm aufzunehmen (Man will u. a. wieder eine politische Talkshow bringen, die zum Glück wohl nicht von Meyer moderiert wird). Dazu paßt auch, daß man aus unterrichteten Kreisen erfahren konnte, daß Knallfrosch Meyer in der nächsten, der 500., Jubiläumssendung die wirkliche Bombe platzen lassen will: Dort wird Meyer aufdecken, daß es sich bei der Koks-Einstreuung auf Polit-Klos um eine Verschwörung der Steinkohle-Industrie handelt, die ihre Subventionen wieder haben wollen, indem sie gestandene Politiker zu drogenabhängigen Zombies machen will.. Das ist doch noch nicht einmal Unterschichten-Niveau, das ist schon unterirdisch. Ich fordere hiermit, Meyer sofort abzuklemmen von der Glotze, man soll sofort sämtliche Maschinen abschalten, um diesem Wahnsinn ein Ende zu bereiten. Aber ich bezweifle, daß es den erhofften Erfolg bringen würde, Ulle Meyer weltweit Parlaments- und Fernsehverbot zu erteilen oder ihn auf eine einsame Insel oder in ein lebenslanges tiefenpsychologisches Intensiv-Interview mit Beckmann, Gottschalk, Kerner und Geissen (Fünfe auf einen Streich) zu verbannen.
Ich denke, es müssen radikalere Maßnahmen her: Entweder totales Verbot von Privatfernsehen und Einführung des arte-Einheitskanals (Schwarzseher müssen ins Empfangs-Loch im Osten umziehen) oder, wie jüngst von extra-3 vorgeschlagen (Der Kaiser-Kanal), ein Kanal für jeden geltungssüchtigen C-Promi, auf dem er oder sie sich seinen durchfallartigen Ergüssen 24/7 widmen kann. Aber jetzt-mal-im-ernst™: Das kann es doch nicht sein!? Während man beim Konsum von Privatfernsehen um seine geistige Gesundheit fürchten muß, werden vom ÖR journalistische Glanzleistungen am Fließband produziert, siehe z. B. die story, wo investigativer Journalismus und Recherche nicht bloß Buzzwords sind.

Author: nille | Permalink | Category: kommentar, tv | Comments: (0)

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