October 26, 2006 5:08 PM

MacSerfs

Mouse, Pull-Down-Menüs, graphische Desktop-Manager, Alt-Tab-Task-Switching, Icon-basierte Dateimanager, Widgets - Womöglich ist einigen Menschen nicht jeder dieser Begriffe unbedingt geläufig, aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hat jede Person, die diese Zeilen liest, die meisten der oben genannten Techniken bereits angewendet, um beispielsweise den Browser zu öffnen und sein liebstes Bookmark auszuwählen ;) - es sei denn, man ist vor 1970 geboren, kann mit all dem neumodischen Kram überhaupt nichts anfangen und benutzt ausschließlich Lynx! Wer bis jetzt noch nicht gelangweilt weggeklickt hat, dem brennt hoffentlich die Frage: "Ja, und wer hat’s erfunden?" auf den Lippen..
Damit das hier auch endlich einmal einen Sinn ergibt, will ich allen Wissbegierigen mit einem Link zu www.folklore.org antworten. Dort beschreiben nämlich Andy Hertzfeld und andere ehemalige Apple-Mitarbeiter der ersten Stunde, wie dem ersten Mac das Leben eingehaucht wurde.
Der Mac war sicher nicht der erste Computer, der das Desktop-Computing einführte, allerdings war er der erste Computer, der diese Techniken unter einer leicht zu bedienenden Benutzeroberfläche vereinigte und mit einem Preis von 2.495 US-Dollar einigermaßen erschwinglich war. Damit trat Apple 1984 eine Revolution los und verhalf dem PersonalComputer, der bis dahin einen eher schlechten Ruf hatte, zum Durchbruch. Auf folklore.org beschreibt Andy Hertzfeld in mittlerweile 118 Texten äußerst lesenswert, unterhaltsam und anekdotenhaft die Meilensteine wie auch die Rückschläge während der Entwicklung des Mac und gibt ebenfalls tiefe Einblicke in die außergewöhnlichen Persönlichkeiten einiger beteiligter Personen wie beispielsweise Steve Jobs, Burell Smith und anderer. Wer Microsklaven von Douglas Coupland gelesen hat, dem wird Einiges bekannt vorkommen - Und an mancher Stelle glaubt man, daß es an ein Wunder grenzen muß, daß dieses Projekt es tatsächlich irgendwie in die Schaufenster der Geschäfte geschafft hat. Die Möglichkeit, die unter einander verlinkten und mit Schlagworten versehenen Texte zu bewerten und zu kommentieren, zeigt, daß die Autoren damals wie heute ihr Handwerk verstanden.

Author: nille | Permalink | Category: txt | Comments: (0)

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