MacSerfs
Mouse, Pull-Down-Menüs, graphische Desktop-Manager, Alt-Tab-Task-Switching, Icon-basierte
Dateimanager, Widgets - Womöglich ist einigen Menschen nicht jeder
dieser Begriffe unbedingt geläufig, aber mit an Sicherheit grenzender
Wahrscheinlichkeit hat jede Person, die diese Zeilen liest, die meisten der
oben genannten Techniken bereits angewendet, um beispielsweise den Browser zu öffnen
und sein liebstes Bookmark auszuwählen ;) - es sei denn, man ist vor
1970 geboren, kann mit all dem neumodischen Kram überhaupt nichts anfangen und benutzt
ausschließlich
Lynx!
Wer bis jetzt noch nicht gelangweilt weggeklickt hat, dem brennt hoffentlich die Frage:
"Ja, und wer hat’s erfunden?" auf den Lippen..
Damit das hier auch endlich einmal einen Sinn ergibt, will ich allen
Wissbegierigen mit einem Link zu
www.folklore.org antworten. Dort
beschreiben nämlich
Andy Hertzfeld und andere ehemalige
Apple-Mitarbeiter der ersten Stunde, wie dem ersten
Mac das Leben eingehaucht
wurde.
Der Mac war sicher nicht der erste Computer, der das Desktop-Computing
einführte, allerdings war er der erste Computer, der diese Techniken
unter einer leicht zu bedienenden Benutzeroberfläche vereinigte und mit einem Preis
von 2.495 US-Dollar einigermaßen erschwinglich war. Damit trat Apple
1984 eine Revolution los und verhalf dem PersonalComputer, der bis dahin
einen eher schlechten Ruf hatte, zum Durchbruch.
Auf folklore.org beschreibt Andy Hertzfeld in mittlerweile 118 Texten äußerst
lesenswert, unterhaltsam
und anekdotenhaft die Meilensteine wie auch die Rückschläge
während der Entwicklung des Mac und gibt ebenfalls tiefe Einblicke in
die außergewöhnlichen Persönlichkeiten einiger beteiligter
Personen wie beispielsweise Steve Jobs, Burell Smith und anderer.
Wer
Microsklaven von
Douglas Coupland ge
lesen
hat, dem wird Einiges bekannt vorkommen - Und an mancher Stelle glaubt man,
daß es an ein Wunder grenzen muß, daß dieses Projekt es tatsächlich irgendwie in die
Schaufenster der Geschäfte geschafft hat.
Die Möglichkeit, die unter einander verlinkten und mit Schlagworten
versehenen Texte zu bewerten und zu kommentieren, zeigt, daß die
Autoren damals wie heute ihr Handwerk verstanden.